Ein LKW mit Absetzkipper

 

Letzte Woche fuhr ich meinen Kumpel Benni zu einer Fahrzeug Besichtigung, da sein Auto gerade in der Werkstatt war. Er hatte einen Tag zuvor einen kleinen Auffahrunfall in der Innenstadt. Glücklicherweise ist niemand zu Schaden gekommen, die Motorhaube von meinem Kumpel benötigte jedoch eine Überprüfung. So bat er mich ihm diesen Gefallen zu tun. Ich machte das gerne, schließlich steht Benni einem auch jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Wir kamen schon bald zum Gelände des Autohändlers und sahen auch einige Gebrauchtfahrzeuge. Darunter war ein LWK mit Absetzkipper, was mich ein wenig überraschte. Der Händler erzählte uns, dass er normalerweise nur PKWs verkauft, aber ein Kollege von ihm hat ihn gebeten, ihm bei diesem LKW unter die Arme zu greifen.

 

Der LKW ist neu, der Absetzkipper ist gebraucht

Er sagte uns, es würde bestimmt nicht lange dauern, bis sich ein Interessent findet. Immerhin ist der LKW wie neu und wurde zu einem spotbilligen Preis inseriert. Die restlichen Teile sind gebraucht. Dann führte er uns zum Auto das wir besichtigen wollten. Mein Kumpel inspizierte die Rostlaube von allen Seiten und prüfte es auf Herz und Nieren. Benni war nicht auf der Suche nach einem neuen Auto für sich selbst, sondern für seinen kleinen Bruder zur bestandenen Abitur. Es sollte eine Überraschung werden, deswegen erzählte er es auch niemanden. Doch es war gar nicht so einfach, das passende Fahrzeug zu finden, welches all die Ansprüche von Benni’s kleinem Bruder erfüllen würde. Meinem Kumpel war klar, dass er einige Abstriche machen müsste, doch was er nun sah, gefiel ihm ganz gut.

 

Drei Tage Bedenkzeit

Der Händler wäre ihm sogar mit dem Preis noch etwas entgegengekommen. Benni legte sein nachdenkliches Gesicht an und bat um eine Bedenkzeit von drei Tagen. Daraufhin verabschiedeten wir uns vom Händler. Bei der Rückfahrt fragte ich meinen Kumpel, warum er nicht zugeschlagen hat. Da meinte er, er wolle in den nächsten Tagen noch zwei andere Händler besuchen, die auch tolle Autos inserierten hatten. Man müsse ja nicht gleich das erstbeste nehmen, was einem entgegen kommt. Ich stimmte ihm zu und erinnerte mich an meinen ersten Autokauf. Ich habe mir um die drei Monate lang fast jedes Wochenende gebrauchte Fahrzeuge angesehen und jedes hatte gravierende Defizite. Nach langem Überlegen beschloss ich dann einen Kredit aufzunehmen und mir mein Traumauto von einem Autohändler zu kaufen, auch wenn alle meine Freunde damals ein gebrauchtes Auto als ihr erstes Auto hatten. Wenn mein Kumpel noch Bedenkzeit möchte, verstehe ich also genau was er meint, denn jeden Autokauf muss man sich gut durch den Kopf gehen lassen.

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